Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

Vorgeschichte

Schon von Papst Honorius III wird die Angliederung der Kirche von "Liegelingen" an das Kloster Klingenmünster bestätigt. Geschichtlich nachvollziehbar wird die Göcklinger Pfarrkirche durch eine Urkunde von 1492.

Die heutige Kirche

Die folgenden drei Jahrhunderte gingen nicht spurlos an der Kirche vorrüber. Nach jahrelangem Flehen des damaligen Pfarrers Praeg (1771-1793) wurde das Gebäude einmütig als baufällig angesehen. Da es zudem zu klein für die aufblühende Gemeinde geworden war, war der Neubau beschlossene Sache. 1791 konnte die neue Kirche dem hl. Laurentius geweiht werden.

Doch schon wenige Jahre später wurde das gerade neu errichtete Gotteshaus im Zuge der französichen Revolution mehrfach geplündert. Allein der Umsicht Göcklinger Bürger war es zu verdanken, dass wir heute die prachtvollen Altäre und Gegenstände in der Kirche bewundern können.

Unbeeindruckt renovierten die Göcklinger ihre Kirche auf ein Neues. Auch der Blitzschlag, der 1869 den Turm in Brand setzte, konnte niemand entmutigen. Ein neuer Turm wurde als weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes geschaffen.

1973-75 wurde das Gotteshaus einer vollständigen Renovierung unterzogen. Hierbei wurde jedoch darauf geachtet, das Erscheinungsbild und die Würde dieses geweihten Ortes zu bewahren. Moderne Technikausstattung und Restaurationsmethoden haben dazu beigetragen, die Kirche in ihrer ? Funktion als Ort der Begegnung zu unterstützen.

Vom Pfarrhaus zum Pfarrheim - Ein Haus im Wandel der Zeit

Ein im Jahre 1768 im barocken Stil erbautes Haus, wurde in den Jahren 2002 bis 2004 grundlegend restauriert und mit einem eingeschossigen, rechteckigen Anbau erweitert.

Zu dem stattlichen Pfarrhaus gehörte bis 1968 eine Hofanlage mit Scheune, Stallungen, Sandsteingewölbekeller und Waschküche. Es war von einer Hofmauer umgeben, die an die Mauer des ehemaligen Freihofs anschloß.

Über zehn Pfarrer hatten das Haus bewohnt, als Pfarrer Dr. Aloys Schirmer 1964 die Pfarrgemeinde St. Laurentius Göcklingen übernahm. Der spätere Ehrenbürger der Gemeinde Göcklingen, bezeichnete das Gebäude als ein "menschenunwürdiges Haus" und setzte sich für den Neubau eines Pfarrhauses ein. Bereits Weihnachten 1965 konnte er in das neue Pfarrhaus im schönen Pfarrgarten einziehen.

Das nun leer stehende ehemalige Pfarrhaus wurde 1967 notdürftig renoviert, um auch einer Grundschulklasse Platz zu bieten. Bereits zwei Jahre später wurde die Schule in Göcklingen aufgelöst und der Grund- und Hauptschule "Kleine Kalmit" in Ilbesheim eingegliedert.

Im Jahre 1980 wurde das alte Pfarrhaus unter Denkmalschutz gestellt. Da bislang nur ein Raum benutzbar war, bemühte sich Pfarrer Otto Thomas 1981 um eine Renovierung des Hauses. Für die neu gegründete Kath. Frauengemeinschaft wurde 1982 im Obergeschoß ein Raum hergerichtet.

In den folgenden Jahren wurde ein Gesamtkonzept für die Benutzung als Pfarrheim erstellt. Im Jahre 2001 konnte das Architekturbüro Disson + Ritzer, Neustadt, mit der Planung der Renovierung und eines eingeschossigen Anbaus beauftragt werden. Es galt, das unter Denkmalschutz stehende Haus mit seinen Stuckdecken und Wandmalereien sehr behutsam stil- und dennoch funktionsgerecht umzubauen. Viele Gespräche zwischen dem Bischöflichen Baudirektor Hartmann als dem Beauftragten für Denkmalschutz, dem Architekten Thomas Ritzer und dem Verwaltungsrat waren nötig, um das Haus als Pfarrheim in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Unter der Leitung von Winfried Frey haben sich freiwillige Helfer der Pfarrgemeinde mit mehr als 3000 Arbeitsstunden ehrenamtlich am Umbau beteiligt. Mit der Durchführung von Flohmärkten und anderen Aktionen hat die Frauengemeinschaft einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Baumaßnahme geleistet.

So können wir nun ein stilvoll renoviertes Pfarrheim übernehmen und es mit Leben füllen, damit es zu einem Haus der Begegnung für Jung und Alt wird.