Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

Vorwort

Bildung ist eine der großen Aufgaben zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Die Diskussion über die PISA-Studie hat das einer größeren Öffentlichkeit bewusst gemacht. Deutschland bildet mit Blick auf das Ausbildungsniveau von Erzieherinnen und Erziehern und in der Wertschätzung ihrer Arbeit innerhalb Europas derzeit das Schlusslicht.

Der Katholische Kindergarten in Göcklingen betreibt seit 1894 eine wichtige – wenn auch viel zu selten angemessen gewürdigte – Bildungsarbeit. In der Tageseinrichtung mit 75 Plätzen spielen, feiern und lernen die Kinder Tag für Tag unter der Betreuung der Erzieherinnen. Der Kindergarten leistet einen erheblichen Beitrag zur Elementarbildung im Ganzen. In den dort initiierten und begleiteten Bildungsprozessen werden in enger Zusammenarbeit mit den Familien entscheidende Grundlagen geschaffen, die für die einzelnen Kinder selbst und ihre Familien hohen Wert haben, aber ebenso für Gesellschaft und Kirche von großer Bedeutung sind.

Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft bilden ein herausragendes Beispiel dafür, wie die Kirchen das Heranwachsen von Kindern begleiten und fördern, die Familien in ihrer Aufgabe stärken und mit ihrem Dienst an Kindern und Familien zur Sinnstiftung und zur Wertevermittlung in unserer Gesellschaft beitragen. Bei ihrem Engagement für Kinder lässt sich die Kirche von der Überzeugung leiten, dass Bildung und Glaube einander ebenso bedingen wie Bildung und Freiheit.

Unsere Pfarrgemeinde hat längst entdeckt, welchen Schatz sie mit dieser qualifiziert geführten Einrichtung für Kinder besitzt. Darüber hinaus erleben auch andere, wie sich die dort geschaffenen Lebensgrundlagen auswirken. Dabei zählt nicht nur, dass alle weiteren Bildungseinrichtungen auf der soliden Basis frühkindlicher Erziehung in unserem Kindergarten aufbauen können. Gelingendes pädagogisches Handeln in der Kindertageseinrichtung hat eine langfristige Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und zeigt deshalb Fernwirkungen in allen Lebensphasen und Lebensbereichen. Dabei wollen wir das besondere Profil einer christlichen Tageseinrichtungen für Kinder stärken. Daher werden biblische Geschichten erzählt, fröhliche Lieder gesungen, stärkende Gebete gesprochen und festliche Gottesdienste gefeiert. Zum Glauben an Gott wird ebenso ermutigt wie zur Rücksichtnahme auf den Nächsten. Kinder erleben katholisches und evangelisches Christsein als Hilfe zum Leben; sie begegnen im Glaubenszeugnis der christlichen Gemeinde dem Gott, der Große und Kleine liebt, der Schwache stärkt und Starke in die Schranken weist, weil er Gerechtigkeit und Frieden will.

Im Kindergartenalltag ist die Kirche von Morgen schon lebendig; in den sich hier vollziehenden Integrationsprozessen wird die Gesellschaft der Zukunft exemplarisch vorweggenommen.

Eine Kirche, die ihre Gegenwart verantwortlich gestalten und ihre Zukunft vorbereiten will, tut gut daran, ihre Kindertagesstätte zu pflegen. Deshalb hat in diesem Jahr der Träger der Einrichtung, der St. Elisabethenverein Göcklingen, unter Mithilfe so vieler, vor allem der Diözese Speyer und der Ortsgemeinde Göcklingen, unter großem finanziellem Aufwand das gesamte Außengelände des Kindergartens umgestaltet.

Doch was wäre der schönste Kindergarten ohne engagierte und qualifizierte Erzieherinnen? Den Mitarbeiterinnen und der Leitung des Kindergartens, Frau Elvira Pickel, sei an dieser Stelle für ihr engagiertes Wirken sehr herzlich gedankt.

Hans Meigel
Pfarrer Göcklingen, im Oktober 2004

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