Göcklingen

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Erziehungs- und Bildungs-Ziele

E) gezielte Förderung:

Spracherziehung

Die Sprache als Basis für das menschliche Miteinander ist von größter Bedeutung für das Hineinwachsen in eine Gesellschaft (Sozialisierung).

Durch die persönliche Ansprache, das Gespräch mit den Erzieherinnen und durch Gespräche der Kinder untereinander soll sich das Kind ernstgenommen fühlen und ermutigt werden, sich sprachlich mitzuteilen (Äusserung von Bedürfnissen und Gefühlen, Lösen von Konflikten usw.)

Eine frühe Auseinandersetzung mit Bilder- und Vorlesebüchern erweitert den Wortschatz und kann als Vorstufe zum späteren Lernbereich in der Schule betrachtet werden. Fingerspiele, Gedichte, Reime, Kreis- und Rollenspiele unterstützen die Sprachförderung und machen den Kindern besonders viel Spaß.

Seit 2003 bieten wir in unserem KiTa für die Vorschul-Kinder das "Würzburger Trainingsprogramm" an. Dieses Programm dient zur Vorbereitung auf das Erlernen der Schriftsprache.

Trainiert wird

  • das phonologische Bewusstsein
  • Einblick in die Struktur der gesprochenen Sprache durch Spiele und Übungen in 6 inhaltlich aufeinender aufbauenden Bereichen
  • Lauschspiele: hören, lauschen, benennen
  • Reime: nachsprechen und selbst reimen
  • Satz: Zusammenfügen von Wörtern zum Satz, verschieden lange Sätze
  • Wort: Silbentrennung, Lautieren
  • Anlaute: Wie verändert sich ein Wort, wenn der Anlaut weggenommen wird oder ein anderer hinzu gefügt wird
  • Phoneme: Laute erkennen innerhalb eines Wortes

praktische Umsetzung in unserer Einrichtung:

Dieses Sprachprogramm wird für alle Kinder im letzten KiTa-Jahr angeboten. Durch eine schriftliche Anmeldung erklären sich die Eltern bereit, ihr Kind täglich und pünktlich in die Einrichtung zu bringen. Fehlt ein Kind unentschuldigt mehrere Tage, kann es an dem Programm nicht mehr teilnehmen.

Fehlt es entschuldigt, werden die Unterlagen kopiert und den Eltern gegeben, damit sie das Versäumte mit dem Kind zu Hause lernen können.

Es findet täglich eine Einheit von 15-20 Minuten statt, immer zur gleichen Zeit und in der gleichen Gruppen-Zusammensetzung.

Wie viele Gruppen gebildet werden, hängt von der Anzahl der Schulkinder im jeweiligen Jahr ab.

Sprachförderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz

Zusätzlich zu den schon beschriebenen Sprachförderzielen bieten wir in unserer Einrichtung ein Sprachförderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz für Kinder mit Sprachproblemen (geringer Wortschatz, Probleme beim freien Sprechen - in der Kommunikation und in der Ausdrucksweise sowie Kinder mit nicht-deutscher Herkunftssprache) an.

Die Fördermaßnahme zielt auf Kinder im Vorschulalter und Kinder, die im Folgejahr Schulreife erlangen sollen.

Ziel dieser Maßnahme ist:

  • Wortschatz-Erweiterung
  • Förderung der Sprachfreude
  • Sprache als menschliches Ausdrucks- und Kommunikationsmittel
  • sprachliche Ausdrucksfähigkeit steigern
  • Sprachverständnis fördern

Bewegungs-Erziehung

Ein Grundbedürfnis der Kinder ist der Drang nach Bewegung, der durch Turnen und Spielen -besonders auf dem Spielplatz- und durch Spaziergänge be-friedigt wird. Das Ausleben des Bewegungsdranges trägt zu einer harmonischen Entwicklung des Kindes bei.

Gezielt eingesetzte Bewegungsangebote tragen dazu bei, daß die motorischen Grundfähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder weiter ausgebildet werden.

Aus organisatorischen Gründen hat jede Gruppe einen festgelegten Wochentag, an dem die Turnstunde stattfindet.

musische Erziehung

Musik in der Elementar-Pädagogik umfaßt sowohl eine musische als auch eine soziale und sprachliche Komponente. Melodie und Rhythmus sind die Grundlage der Bewegung im Singspiel und im Tanz. Somit ist jedes Lied, das die Kinder sin-gen und mit Bewegung untermalen können, förderlich für die Entwicklung.

Die Musik und ihre Ausdrucksformen sind in allen Altersstufen Hilfe zur Lebensbewältigung und tragen zur Festigung der Persönlichkeit bei. Durch musikalische Unterstützung fällt es den Kindern leicht, Bewegungs-Rhythmus und -Ablauf zu steuern.

Rhythmische Erziehung dient der Konzentrationsschulung, der Phantasie- Anregung und der Begriffsbildung.

religiöse Erziehung

Das Kirchenjahr mit all seinen Höhepunkten prägt vieles in unserer Arbeit. Wir wollen den Kindern den Zugang zur Religion durch Geschichten, Lieder, Gebete und Meditation eröffnen.

Da die Kinder offen sind für Empfindungen wie Freude, Trauer, Hoffnung usw. bietet religiöse Erziehung dem Kind die Möglichkeit, seine alltägliche Situationserfahrung zu erweitern. Bräuche, Symbole und Kulturen werden den Kindern durch religiöse Erziehung leicht zugänglich gemacht.

Sozial-/emotionale Erziehung

Sozial-Erziehung soll nicht als bloßer Anpassungsprozess des einzelnen Kindes an die Erfordernisse des Gemeinschaftslebens verstanden werden, sondern als ein Vorgang, bei dem die individuellen Anforderungen des Kindes gleichrangig neben denen der Gruppe bestehen.

Die KiTa bietet dem Kind einen weiten Erfahrungsraum zur Herstellung sozialer Verhaltensweisen.

Soziales Verhalten wird durch unmittelbares Erleben wie Beobachtung und Nachahmung erworben. Die soziale Fähigkeit entwickelt sich zum einen durch Kontakte mit Einzelnen und in der Gruppe. Zum anderen spielt die Persönlichkeit der Erzieherin in der Sozialerziehung eine große Rolle! Ihr Verhalten, ihr Beispiel im Umgang mit den Kindern überträgt sich unmittelbar und bestimmt den Stil sozialen Verhaltens in der KiTa.

Sozial-/emotionale Erziehung bedeutet für uns:

  • Beziehungen und Kontakte zu anderen Kindern und zur Erzieherin aufzubauen
  • Regeln zu lernen und sie einzuhalten (z.B. ein Spiel aufzuräumen, bevor ein neues geholt wird)
  • Initiative zu übernehmen
  • sich in die Gruppe zu fügen oder die Fähigkeit zu entwickeln, sich von dieser abzusetzen
  • Übernahme von kleineren Ämtern und Botengängen
  • eine Bezugsperson -die Erzieherin- mit anderen Kindern zu teilen
  • Anpassung an gegebene Verhältnisse und Ordnungsformen
  • Informationen zu vermitteln und zu empfangen
  • Bereitschaft, Gefühle mitzuteilen (Trauer, Angst, Freude usw.)
  • Fähigkeit, Freundschaften zu entwickeln
  • Rücksicht auf andere zu nehmen
  • Verantwortung zu übernehmen (für sich selbst, für andere, für materielle Dinge wie Spielsachen usw.)
  • bestimmte Umgangsformen zu akzeptieren und zu übernehmen ("Bitte", "Danke", "Guten Tag" ...)
  • sich verbal wehren zu können, durch Kommunikation Konfliktlösungen zu finden
  • mit Sympathie und Antipathie gegenüber anderen Kindern umgehen können
  • Einsicht zu zeigen

Erziehung zur Unfallverhütung

In diesem Bereich ist es wichtig, den Kindern Gefahren, die innerhalb und außerhalb der KiTa drohen, z.B. besonders im Straßenverkehr, bewußt zu machen und mit ihnen Möglichkeiten zu erarbeiten, wie man mit diesen Gefahren umgehen kann.

Umwelt-, Natur- und Sachbegegnung

Die Erfahrungen der Kinder mit Natur und Umwelt sind unterschiedlich. Das eigene Handeln und Erleben ist die Grundlage aller Umwelterfahrungen.

Unsere Aufgabe ist es, Hilfestellung bei der Bildung des Weltbildes zu geben. Dies bedeutet:

  • Kennenlernen von anderen Personen, Kindern und Erwachsenen, diese in ihrer Art und Kultur anzuerkennen und zu akzeptieren
  • Kennenlernen neuer Umgebung innerhalb und außerhalb der KiTa
  • Begegnung mit der Natur, d.h. Kennenlernen von Tieren und Pflanzen, deren Lebensräume, Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten. Das Kind lernt die Auswirkung von Umweltverschmutzung und deren Folgen kennen und hilft beim Schutz der Umwelt mit, z.B. Mülltrennung usw.
  • Kennenlernen von Einrichtungen und Berufen, wie Post, Rathaus, Kirchen, Bäckerei, Bauernhof usw.
  • Kenntnisse des täglichen Lebens erwerben im Umgang mit Kleidung im Zusammenhang mit dem Wetter
  • Kenntnisse erwerben mit der Zeit, Tageszeiten, Zeitbegriffe wie Stunde, Tag, Monat, Jahr

Darüber hinaus ergeben sich aus dem Bereich Umwelt und Naturbegegnung vielfältige Quer-verbindungen zu allen anderen Aufgabengebieten der KiTa-Arbeit!

Gesundheits-Erziehung und Übung im täglichen Leben

Die Gesunderhaltung des Menschen ist von der Art der Lebensführung abhängig. Diese wird bereits in früher Kindheit entscheidend geformt. Unsere Aufgabe besteht darin, den Kindern im Zusammenleben in der Gruppe gesundheitsfördernde Einstellungen und Verhaltensweisen vorzuleben und die dazugehörigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln. Dazu gehören:

  • - Körperpflege
    • - Waschen / Kämmen / Zähne-Putzen
    • - regelmäßiges Händewaschen
    • - richtiges Benutzen der Toilette
    • - Naseputzen
    • - angemessene Kleidung
  • - gesunde Ernährung
    • - wenig Zucker und Süßigkeiten
    • - fettarme Nahrungsmittel
    • - ballaststoff/vitamin/mineralstoff-reiche Nahrungsmittel
    • - ausreichende Menge an Getränken
  • - Umgang im täglichen Leben
    • - anziehen
    • - Knöpfe / Reißverschluß / Gürtel öffnen und schließen
    • - Schuhe binden / Schlaufen machen
    • - richtiges Verhalten bei Tisch
    • - aufräumen und Ordnung halten

Kreativität

Kreativität bedeutet die Verwirklichung der Ideen des Kindes im Gestalten von Bildern, Zeichnungen, Modellen, Geschenken und anderen selbst-hergestellten Dingen durch Schneiden, Falten, Flechten, Kleben, Knüllen, Zeichnen, Malen, Reißen, Kneten usw.

Dadurch werden Grob- und Fein-Motorik besonders ausgebildet und gefördert.

Mathematische Grundlagen

"Entenland" und "Zahlenland"

Im "Entenland" und "Zahlenland" erfahren Kinder mathematische Bildung als ein intensives und unterhaltsames Erlebnis.

Leitgedanken für die beiden Projekte:

Für jedes Kind ist mathematische Bildung wichtig und erreichbar.

Mathematische Bildung ist geeignet, alle Kräfte des Gehirns zu fördern, Selbständigkeit, Selbsttätigkeit und soziales Verhalten werden angestrebt, Aufmerksamkeit und Gedächtnis trainiert.

Kinder lernen "natürlich" durch Spielen, Nachahmen und Erkunden

Entenland - für 4-5-Jährige (von Prof. Preiß)

Die "Entdeckungen im Entenland" führen die Kinder auf spielerische Art auch in die Welt der Zahlen ein.

Zum Verständnis der Zahlen sind beide Methoden des Denkens erforderlich, sowohl das "Sortieren" als auch das "Ordnen":

  • z.B. die Farben Rot-Gelb-Blau-Grün erkennen und benennen
  • Sortieren von Gegenständen nach ihrer Form
  • Verständnis für rechts/links wird vorbereitet

Zahlenland - für Vorschulkinder (von Prof. Preiß)

Die "Entdeckungen im Zahlenland" stützen sich auf den natürlichen Entdeckungsdrang und die lebendige Neugier der Kinder. Eine mathematische Frühförderung kann anspruchsvoll sein und den Kindern Spaß machen. Bei den Entdeckungen im Zahlenland wird die abstrakte mathematische Welt als ein den Sinnen zugängliches "Zahlenland" gestaltet. Die Inhalte werden systematisch aus Wahrnehmung und Handeln aufgebaut und mit der Lebenswelt des Kindes verbunden.

Der Aufbau des Zahlbegriffs, wie er hier für vorschulische Bildung verwendet wird, vollzieht sich im Rahmen von drei Erfahrungs- und Handlungsfeldern im Zahlenhaus, auf dem Zahlenweg und in den Zahlenländern.

Weitere Informationen über beide Projekte werden jedes Jahr bei einem Elternabend ausführlich erklärt.

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