Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

Vergangenheit und Gegenwart der Kindertagesstätte

Die Geschichte des Kindergartens begann Ende des 19.Jahrhunderts. Damals wurde das Leben der Dorfbewohner meistens durch Großfamilien geprägt. Besonders Frauen und Mütter waren überfordert, das sie das Hauswesen mit allen Familienmitgliedern versorgen mußten.

Um im sozialen und caritativen Bereich der Dorfbevölkerung zu helfen, gründete der damalige kath. Pfarrer Alphons Colin zusammen mit Frl. Elisabeth Roth im Jahre 1894 den St. Elisabethen-Verein. Dadurch konnten Schwestern der "Kongregation der Armen Franziskanerinnen" in Mallersdorf nach Göcklingen geholt werden, die in der Krankenpflege, Handarbeitsschule und in der "Kinderbewahranstalt" ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen sollten.

Frl. Roth hatte ein Haus erworben und instandsetzen lassen, in dem die Schwestern wohnen und arbeiten konnten - der Elisabethen-Verein verpflichtete sich, für den Unterhalt der Schwestern aufzukommen.

Im Spätherbst 1894 konnten die ersten Schwestern "Kindergarten" in der Hundsgasse halten. Schwester M. Valentia war die erste "Bewahrschulschwester" in der Gemeinde Göcklingen, die ihre Arbeit in einem Raum im Haus in der Hundsgasse begann.

Die Arbeit der Ordensfrauen wurde anerkannt und bald waren die Räume für die Kinder- und Arbeitsschule zu klein. Man beschloß, ein Schwesternhaus mit größeren Räumen zu bauen. Wieder konnte dieser Plan durch die finanzielle Unterstützung von Frl. Roth ausgeführt werden.

Im Jahre 1897 war das Schwesternhaus, der heutige Kindergarten, fertiggestellt und stand seiner Bestimmung zur Verfügung. Die Kinder- und Arbeitsschule waren im Erdgeschoß, die Wohnung der Schwestern im 1. Stockwerk untergebracht.

Dem Fortschritt und der Zeit entsprechend wurden später Wasserleitung und Stromversorgung installiert und es wurde immer wieder um- und angebaut.

Mehrere Ordensfrauen wirkten seit Bestehen der Schwesternstation als "Kinderschulschwester". Am längsten war Schwester M. Leonardis Krämer in der Kinderbetreuung in Göcklingen tätig. Sie leitete die Kinderschule während der schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre des 2. Weltkrieges. Sie ermöglichte auch, daß die Kinder aus Eschbach den Göcklinger Kindergarten besuchen konnten.

1967 wurde die Einrichtung modernisiert. Sie wurde um einen Raum erweitert, erhielt einen Waschraum, eine Toilettenanlage, Teeküche, Büro und einen offenen Spielraum. Von da an wurden die Kinder in 2 Gruppen betreut.

Im Jahre 1977 schied Schwester M. Leonardis im Alter von 74 Jahren aus dem Dienst aus. Sie hatte 54 Jahre lang in der Gemeinde umsichtig und segensreich gewirkt.

Ihre Stelle als Kindergartenleiterin übernahm danach Frau Elvira Pickel aus Birkenhördt.

Im Jahre 1984 wurde aus einem Stück Garten ein Rasenplatz mit Spielgeräten angelegt.

1989 wurde wieder umgebaut. Der offene Spielraum wurde zu einer Turnhalle umfunktioniert. Auch ein Stillbeschäftigungsraum und eine Kinderküche konnten eingerichtet werden.

1994 konnte der Kath. Kindergarten Göcklingen auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblicken und dies mit einem großen Fest feiern.

Leider genügten aber bald die vorhandenen Räume nicht mehr zur Unterbringung aller 3 - 6/7-jährigen Kinder aus Eschbach und Göcklingen, die ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz hatten.

Nach vielen Überlegungen entschied man sich, einen weiteren Gruppenraum an den Turnraum anzubauen. Die Finanzierung wurde von den Ortsgemeinden Eschbach und Göcklingen übernommen. So konnte im Januar 1996 die 3. Gruppe in unserer Einrichtung eröffnet werden.

Im Sommer 2004 wurde unser Außengelände renoviert.

Es wurden neue Spielgeräte angeschafft und ein Holz-Häuschen errichtet für die Unterbringung unserer Roller und Fahrräder.

Seit Juli 2006 haben wir die Genehmigung, Ganztagsplätze (GZ-Plätze) einzurichten und seit August 2007 ist unsere Einrichtung auch für 2-Jährige geöffnet.

Der St. Elisabethen-Verein hat noch immer die Trägerschaft inne!

Der Träger und das Personal fühlen sich verpflichtet, ihre Arbeit stets im Sinne der CARITAS, d.h. zum Wohl und zur individuellen Förderung und Verwirklichung der Persönlichkeit aller Kinder zu verrichten.

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