Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen
Göcklingen in frühen Zeiten

So idyllisch sich unser kleines Dorf jetzt präsentiert, Göcklingen hat eine weit bis in die Frühsteinzeit rund 8000 v.Chr. zurückreichende Geschichte. Klar, dass dies nicht ohne Brüche und Scherben abging - aber das bringt ja bekanntlich Glück. Beginnen wir mit den grauen Anfängen.
Göcklingen liegt in der oberrheinischen Tiefebene, einem Graben mit - 280 Kilometer Länge und 30 bis 50 Kilometer Breite von beachtlichen Ausmaßen. Dieser war vor Millionen von Jahren mit Salzwasser gefüllt und wurde dann allmählich immer süßer zum Binnensee bis das Wasser schließlich völlig verschwand.

Axt So finden sich erst ein gutes Jahrtausend später, in der Römerzeit, erneut Spuren und Zeichen aus der Geschichte: Scherben, sogar ein Brandschüttungsgrab. Gab es auf unserem Boden vielleicht einmal einen römischen Gutshof, sprach man hier gar lebendiges Latein? Wer weiß - die gutturalen pfälzischen Laute lassen davon nichts mehr erahnen. Dennoch gehörte die Region seit der Eroberung Galliens durch Caesar zur Provinz Gallica Belgica mit der Hauptstadt Durocortorum, heute Reims.

Zwischen Klöstern, Burgen, lokalen Größen und fremden Herren hatten die Pfälzer im Laufe der Jahrhunderte recht wechselhafte Zeiten. Zunächst kam der Dreißigjährige Krieg mit seinen Brandschatzungen, dann der Pfälzische Erbfolgekrieg 1688 bis 97, als König Louis XIV angeblich für seine Schwägerin Liselotte von der Pfalz seinen Machtbereich noch etwas ausdehnen wollte. So wurde man auch in Göcklingen französisch. Anfang des 19. Jahrhunderts zogen dann die bayrische Herren ins Land und machten den Bauern die Nutzung des Waldes streitig. Schön, dass wir heute einfach nur wieder Pfälzer sind....