Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen
König Dagobert

Eine nächste interessante Station in der Geschichte Göcklingens ist die Zeit um 600 n. Chr. Zu dieser Zeit herrschte König Dagobert I., König der Merowinger.

Viele Urkunden, die sich auf Dagobert beziehen, haben sich als Fälschungen späterer Zeit herausgestellt. Nichtsdestotrotz ist unbestritten, dass er existiert und sich hier des öfteren aufgehalten hat.

Was die Sagen angeht, so müssen diese kritisch betrachtet werden, aber ein Sprichwort sagt: "In allem steckt ein Körnchen Wahrheit". So ist überliefert, dass Dagobert anfangs vom "Königlichen Haus Landecken" aus regierte. Die Landeck ist eine Burg bei Klingenmünster - einem Nachbarort von Göcklingen.

"Als er jedoch im Gamphorthal (ws. von kambar=groß, demnach das große, breite Tal), da vor Zeiten der Flecken Gamphoringen gelegen die Burg und Stadt Dagoecklingen (Göcklingen) erbauet, verrückte er seinen Stuhl." (Ob Dagobert nun tatsächlich in Göcklingen residierte oder nicht, ist nicht nachzuweisen.)

So existieren noch weitere Sagen über Dagobert, wie z.B. über sein Lieblingspferd, welches im Pfluggraben (Straße in Göcklingen) verunglückte, so dass es getötet werden musste. Hierauf errichtete er ein Denkmal, dessen großen Steine heute noch im Sockel der Scheune von Fam. Wendel Michael zu sehen sind.

Weiterhin ist auf König Dagobert die Gründung des Klosters in Klingenmünster um 600 n. Chr. zurückzuführen und die Schenkung des königlichen Hofes in "Geggelingen" an dasselbige.