Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

Diamantene Hochzeit von Hilde und Günter Löhlein,

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Heute vor 60 Jahren, am 6. April 1961 gaben sich Hilde Löhlein geb. Frech und Günter Löhlein vor dem Standesbeamten Oskar Hafner auf dem Göcklinger Standesamt das Ja-Wort. Den kirchlichen Segen gab ihnen am gleichen Tag Pfarrer Dr. Ernst Bartz in der evangelischen Kirche. Das Paar lernte sich bei ihrer ehrenamtlichen kirchlichen Tätigkeit schon früh kennen. Günter, inzwischen 85 Jahre alt, war Lehrer und Chorleiter des evangelischen Kirche in Gleiszellen-Gleishorbach, Hilde war zur gleichen Zeit dort Organistin. Beide trafen sich außerhalb der Kirche gelegentlich in der Waldgaststätte Buß in Klingenmünster  bei den regelmäßigen Tanzabenden. Der geborene Klingenmünsterer und die zwei Jahre jüngere  Göcklingerin hatten Sympathien füreinander und so war es nicht verwunderlich, dass es zwischen ihnen "funkte".

"Den will ich - sonst keinen -" wird die  Jubilarin von einer Freundin zitiert, die ihr den damaligen Herzenswunsch anvertraute. Bereits am Vorabend der Hochzeit brachte die Sängerrunde aus Bad Bergzabern  dem Paar ein Hochzeitsständchen dar, das auf der Hauptstraße und im Hof der Braut gesungen wurde. Die beiden Väter haben Wein ausgeschenkt und die Mütter fleißig Bratwürste zum Verzehr mit Brötchen gebraten. Die eigentliche Hochzeit wurde in den "Südpfalzterassen" in Gleiszellen-Gleishorbach gefeiert.

Die Hochzeitsreise wurde - wie das bei Lehrern so üblich ist - in die Sommerferien eingeplant. Es sollte auf dem Landweg, quer durch Deutschland via Lüneburger Heide nach Berlin gehen. Doch je näher man nach Berlin bzw. in die DDR kam, je kritischer wurde die Situation. Just in dieser Zeit am 13. August 1961 wurde mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Das Paar wurde von den Grenzpolizisten zurück gewiesen und musste seine Berlinreise abbrechen. Dieses Erlebnis haben Löhleins bis heute nicht vergessen.

In den nächsten zehn Jahren wohnte das Paar in der Lehrerdienstwohnung in Gleiszellen-Gleishorbach, da damals noch Residenzpflicht bestand. Neben seinem Hauptberuf als Lehrer leitete Günter  30 Jahre den dortigen Kirchenchor, während seine Frau 38 Jahre die  Orgel in Gleiszellen und weitere 14 Jahre die Orgel in Klingenmünster und später noch in Göcklingen spielte. 1971 bezogen Löhleins ihr Wohnhaus in Göcklingen, wo sie heute noch leben. Frau Hilde übernahm  bis vor wenigen Jahren die Weinkommission und den kleinen Winzerbetrieb ihres Vaters.

Zwei Kinder und vier Enkel gratulieren dem Jubelpaar, das krankheitsbedingt die Feier auf später verschieben muss.

pkl

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