Göcklingen

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Seltene Obstsorten Teil II.

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Unser Bild zeigt einen fruchtbaren Kakibaum Mitte November diesen Jahres

Der Kakibaum, kurz Kaki, wissenschaftlicher Name Diospyros Kaki (zu deutsch: Götterfrucht) dessen Frucht Kakipflaume oder chinesische Quitte genannt wird, gehört ebenfalls zum Pflanzensortiment von Thomas Seibel. Der Laub abwerfende Baum erreicht eine Höhe bis zu sieben Meter und ähnelt äußerlich einem Apfelbaum. Die dunkelgrünen Blätter färben sich im Herbst gelb bis rot. Der Kaki blüht vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer. Seine etwa 2 cm großen Blüten sind eher unscheinbar.Die Früchte sind kugelig, 5 bis 8 cm groß und ähneln in reifem Zustand einer gelblich roten Tomate. Weitere Züchtungen nennt man Persimone oder Sharon. Letztere wird hauptsächlich in Israel angepflanzt. Die aus China kommende Kaki gehört mit 2000 Jahren zu den ältesten Kulturpflanzen. Erst in den letzten 30 Jahren wurde sie in Deutschland eingeführt und hat sich im Weinbauklima  bewährt. Die tanninreiche Frucht ist etwas herb im Geschmack, der sich durch Lagerung vermindert. Es gibt aber schon tanninarme Züchtungen, deren Früchte man  verzehren kann, wenn sie noch hart sind. Die Kaki bevorzugt einen geschützten Standort, obwohl sie bis zu 15° minus vertrträgt. Sie ist eher Spätfrost empfindlich, da durch Frost die Blüte geschädigt werden kann. Bei fortschreitender Erderwärmung ist es durchaus denkbar, dass die Kaki auch bei uns gewerbsmäßig angepflanzt wird. Insofern gilt Thomas Seibel als Pionier besonderer Obstsorten. Wir bedanken uns für seine Erlaubnis der Beschreibung seiner Versuche und wünschen ihm noch viel Erfolg.

pkl

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