Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen
Vorlesen

Eine Pflanze voller Widerspruch

In unseren Breiten gibt es wohl keine Pflanze, die unter verschiedenen Namen so bekannt und so vielseitig verwendbar ist wie der Taraxacum officinale oder zu gut deutsch: *Der Löwenzahn.* Je nach Alter des Betrachters, des Verwendungszwecks der Pflanze, seines Standorts oder seiner Wirkung gilt er als Unkraut, (in der Landwirtschaft) als Beikraut, als Tee, als Blume, als Spielzeug, (Pusteblume bei Kindern) als Köstlichkeit in der Kräuterküche oder in der Medizin und ist als Salbe, Paste oder Öl verwendbar. Seinen vielseitigen Namen verdankt er überwiegend der sägezahnartigen Blattform, (Löwenzahn), Beetsäger aber auch seiner Wirkung (Harn treibend) deshalb Bettsäger, Pusteblume, Kuhblume oder Hasenschopf in seiner Verwendung als Viehfutter. Von den Pfälzern wird sein Name außerdem als Schimpfwort gebraucht. Aus den Wurzeln kann man einen Kräuterkaffee herstellen, die Blüten lassen sich zu einer Essenz verarbeiten, die Blätter werden von Feinschmeckern als Salat geschätzt, seine Blut reinigende Kraft ist als Frühjahrskur bekannt, er regt sämtliche Verdauungsorgane an, wodurch alte Schlacken ausgeschieden werden. Außerdem kann man ein Pesto herstellen, Löwenzahnhonig stammt aus dessen Blüten und die Pusteblume dient zur Freude der Kinder. Schließlich ergibt die massenhafte Blüte ein zauberhaftes Bild.

Der Löwenzahn ist anspruchslos, er steht am Wegesrand, auf Wiesen, Äckern, in Weinbergen und gedeiht fast überall. Wie dem auch sei. so nützlich oder schädlich der Löwenzahn für die Menschen sein mag, es kümmert ihn wenig und er erfreut oder ärgert die Menschheit jedes Jahr aufs neue.

pkl