Göcklingen

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Es ist Herbst und keiner merkt's

Rationell arbeitet auch die Winzergenossenschaft bei der Traubenannahme und im übrigen Bereich.

Nach subjektiver Feststellung des Verfassers ist in diesem Jahr di Weinlese so unspektakulär wie noch nie. In Zeiten klassischer Weinlesen mit Hand war es keine Seltenheit, dass 15 bis 20 Helfer in einem Weinberg gleichzeitig bei der Lese tätig waren. Da war Leben in der Gemarkung durch menschliche Laute wie Gespräche und Gesang und dazwischen das Klappern der Rebenscheren. Erst in der Abenddämmerung kamen die fleißigen Helfer von den Weinbergen zurück. Dann ging für die Winzer mit dem Keltern der Trauben die zweite Schicht los. Häufig wurde bis tief in die Nacht gekeltert, dass man am nächsten Morgen wieder ausreichend Platz hatte für die Ernte des Tages.

Heute hört man während der Zeit der Weinlese an verschiedenen Ecken in der Gemarkung das eintönige Brummen der Motoren der Traubenvollernter oder Traktoren. Der Fahrer und höchstens eine weitere Person stellen die gesamte Erntemannschaft. In kurzer Zeit ist der "Erntespuk" vorüber. Trotz früherer Romantik: Das Rad der Zeit ist nicht mehr zurück zu drehen und die Technik wird uns noch weitere Überraschungen bescheren.

pkl