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Gicht

Die Gicht, auch Urikopathie oder Arthritis urica genannt, ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die in schmerzhaften Schüben verläuft. Purine sind Substanzen in Lebensmitteln. Sie sind Bestandteil jeder Zelle und für die Erbsubstanz und den Aufbau neuer Zellen notwendig. Beim Abbau der Purine aus der Nahrung entsteht Harnsäure. Bei manchen Menschen kann diese nicht in ausreichender Menge ausgeschieden werden. Dadurch entsteht im Blut ein zu hoher Harnsäurespiegel, der in Gelenken zu Ablagerungen (Harnsäurekristallen) und dadurch zu Gicht führen kann. Ein Gichtanfall entsteht meist am Gelenk des großen Zehs oder an den Fingergelenken, weil dort die Durchblutung schlechter ist. Bei unzureichender Behandlung kann sie durch langfristige Schädigung der Nieren zu einem Nierenversagen führen. Die Schädigung der Nieren geschieht schmerzlos, ist aber ein größeres Problem als die schmerzhaften Gichtattacken an den Gelenken. Je höher die Konzentration der Harnsäure, desto größer ist das Risiko für einen Gichtanfall. (Harnsäurewert bis 6,4 mg/dl).

Ursachen:

Gentechnisch bedingt, üppiges Essen von purinreichen Lebensmitteln, übermäßiger Alkoholgenuss, Übergewicht, schlecht eingestellter Diabetes mellitus, andere Nierenerkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Was kann man dagegen tun?>

Tritt ein Gichtanfall erstmals auf, unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die richtige Therapie zu erhalten und Folgeschäden zu vermeiden. Um akute Beschwerden zu lindern, werden meist entzündungshemmende Schmerzmittel verordnet. Um Langzeitschäden zu vermeiden, muss der Harnsäurespiegel normalisiert werden. Dies kann durch eine Ernährungsumstellung und oder durch Einnahme von Medikamenten erreicht werden. Vermeiden sollte man purinhaltige Lebensmittel wie Wurst, Fleisch, Forellen, Hering, Sprotten, Schalen- und Krustentiere, Grillhähnchen (besonders die Haut), Hülsenfrüchte wie Linsen, Innereien, Leber, Kalbsbries, Hefeprodukte und Wild. Außerdem soll man übermäßigen Alkoholgenuss, insbesondere Bier, meiden . Kaffee, Tee und Kakao können weiterhin konsumiert werden, weil die darin enthaltenen Purine nicht zu Harnsäure abgebaut werden.

Bei Obst, Gemüse (außer Kohl) und Milchprodukten kann man zugreifen, weil sie kaum Purine enthalten. Um die Nieren zu spülen sollte man täglich zwei bis drei Liter Wasser trinken. Sport trägt ebenfalls zur Verminderung der Harnsäure bei. Regelmäßige Bewegung bringt den Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung und kann Gichterkrankungen vorbeugen. Auch aus diesem Grund sollte man "nach dem Essen nicht ruh'n, sondern tausend Schritte tun".

pkl