Göcklingen

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Das folgende Gedicht "Einkehr" stammt von Ludwig Uhland (1787 - 1862) Es ist passend zur Herbstzeit geschrieben, was uns veranlasst, es an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Einkehr

Bei einem Wirte wundermild da war ich jüngst zu Gaste.
Ein goldner Apfel war sein Schild an einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum bei dem ich eingekehret
mit süßer Kost und frischem Schaum hat er mich gut genähret.

Es kamen in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste
sie sprangen frei und hielten Schmaus und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett in süßer Ruh auf weichen, grünen Matten
der Wirt er deckte selbst mich zu mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit da schüttelt er den Wipfel
gesegnet sei er allezeit von der Wurzel bis zum Gipfel.