Göcklingen

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Gelungener Start in die Dorfmoderation

Zum Bild: Gut besucht war die Auftaktveranstaltung zur Göcklinger Dorfmoderation

Mit einem solch großen Interesse an der Dorfmoderation seitens der Bevölkerung hatte weder der Ortschef Fritz Garrecht noch Verbandsbürgermeister Torsten Blank gerechnet. Waren doch mehr als 100 Einwohner vom zarten Kindesalter von 10 Jahren bis zum 91. Lebensjahr der Einladung gefolgt, um die Zukunft der Gemeinde in den nächsten Jahrzehnten mitzugestalten, zumindest ihr Interesse an der Dorfentwicklung zu bekunden.

Nachdem im März 2018 die Gemeinde Göcklingen im Rahmen des rheinland-pfälzischen Dorferneuerungsprogramms als Schwerpunktgemeinde anerkannt wurde, mit der Folge, dass in den nächsten acht Jahren Dorferneuerungsmaßnahmen sowohl öffentliche als auch private besonders finanziell gefördert werden, besteht Handlungsbedarf, einen Dorfentwicklungsprozess in Gang zu setzen.

Vollgas in der Auftaktveranstaltung der Dorfmoderation, in der die Dorfbewohner aktiv einbezogen werden, gab der promovierte Politikwissenschaftler Peter Dell mit seinem Mitarbeiter Martin Tielmann von dem Beratungszentrum für kommunale Kinder,-Jugend- und Bürgerbeteiligung kurz: (KOBRA) In der Einführung erläuterte er die Ziele, die auf die Zukunft gerichtet seien,um in Gemeinden im ländlichen Raum künftig die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.

In einem ersten Schritt hatten die Anwesenden die Möglichkeit, ihren Missmut, Ärger und die Mängel im Ort zum jetzigen Stand schriftlich zu äußern. Von zu wenig Sitzplätzen im Hausbräu bis zur mangelhaften Straßenreinigung, über zu wenig Bauplätzen oder einen fehlenden öffentlichen Grillplatz reichte hier die Palette

In einem weiteren Arbeitsgang wurden die positiven Seiten heraus gestellt, wobei insbesondere die geographische Lage, die Hilfsbereitschaft inmitten der Bevölkerung, die Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Dorf und die zufrieden stellende finanzielle Situation häufig erwähnt wurden.

Dass die Moderation spannend werden kann, zeigte die Tatsache der gegensätzlichen Bewertung einzelner Themen wie z.B. die Nutzung des Internets, die von "mangelhaft" bis "sehr gut" eingestuft wurde.

Als Zukunftsvisionen wünschten sich einige unter anderem ein örtliches Schwimmbad, die Einrichtung eines Kulturzentrums, Mehrgenerationeneinrichtungen sowie ein Anwachsen der Bevölkerung auf 1500 Personen.

Anschließend wurden drei Arbeitsgruppen gebildet mit den Themen:

Dorfbild, das leerstehende Wohnungen, Gewerbegebiete, Neubaugebiete und sonstiges beinhaltet,

Zukunft des Dorfes, mit den Problemen der Einkaufsmöglichkeiten, der ärztlichen Versorgung, Vorhaltung eines Geldautomaten, Tourismus und dem demographischen Wandel sowie deren Lösung und schließlich

Verkehrssituation, die sich mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, Verkehrsleitsystemen und Parkplätzen beschäftigt und einer Lösung zuführen soll.

Knapp ein Drittel der Anwesenden erklärte sich bereit, in einer der Arbeitsgruppen mitzuwirken. Eine zeitliche Verpflichtung ergibt sich dadurch nicht; es können jedoch jederzeit Personen neu einsteigen und ihre Ideen in die Arbeitsgruppen einbringen.

Zusätzlich zu den Arbeitsgruppen ist eine gesonderte Kinderbeteiligung, ein Jugendforum, die Beteiligung der örtlichen Vereine und einzelner im Ort stark vertretener Berufsgruppen vorgesehen. Die Dorfmoderation soll bis April nächsten Jahres abgeschlossen sein, damit für die Umsetzung der angestrebten Projekte noch genügend Zeit verbleibt.

Für die einzelnen Gruppen wurden folgende Sitzungstermine vereinbart

Verkehrssituation t am 6. Juni,

Dorfbild am 13. Juni,

Zukunft des Dorfes am 20. Juni 2018

Alle Sitzungen beginnen um 19 Uhr und finden im Rathaus statt.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Garrecht bei der Dorfbevölkerung für den zahlreichen Besuch, die rege Beteiligung und Mitarbeit sowie bei den Referenten für ihre fundierten Beiträge und wünschte der Dorfmoderaation und deren Umsetzung ein erfolgreiches Gelingen.

pkl

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