Göcklingen

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Die Natur kann man nicht überlisten

Dem Zufall ist es verdanken, dass Gerhard Helbling beim Mähen seiner Grünfläche im Garten mit der Bienen-Ragwurz, (Ophrys apifera) eine Orchidee aus der sehr seltenen Gattung der Ragwurze entdeckt hat. Wie sie in seinen Garten kam, kann er sich nicht erklären. Die Ragwurz bevorzugt eher einen mageren Trocken- oder Magerrasen aber nicht allzu trockene Standorte. Sie ist eine ausdauernd wachsende Pflanze, die Trocken- und Kältezeiten mit unterirdischen Knospen überdauert (Knollengeophyt) und erreicht eine Wuchshöe von 20 bis 50 cm. Die Blütenstände sind lockerblütige Ähren mit drei bis 10 Blüten. Die Anzahl der blühenden Pflanzen schwankt von Jahr zu Jahr. Je trockener der Winter und Frühling, desto geringer ist die Blütenzahl. Die Pflanzen sind mitunter nicht langlebig. Oft blühen sie nur wenige Male und verschwinden wieder, um in einigen Jahren wieder zur Blüte zu kommen. Um auf die besondere Gefährdung dieser Art aufmerksam zu machen, wurde die Bienen-Ragwurz bereits 1995 zur Orchidee des Jahres gewählt. Kein Wunder, dass Helbling ein besonderes Augenmerk auf seine Rarität legt und sie besonders sorgfältig schützt und pflegt.

pkl

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