Göcklingen

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Seltener Besuch im Weingut

Einen außergewöhnlichen Gast hatte das Göcklinger Weingut Roth / Ehrstein am 1. Oktober zu Besuch. Zu früher Morgenstunde stand ein Rotfuchs auf dem Betriebsgelände, schnupperte im Keller und im Kelterhaus und ließ sich auch vom Eigentümer nicht beirren. Nach einer ausgiebigen Visite des Anwesens suchte er ohne besondere Eile wieder das Weite. Über den Grund des ungewöhnlichen Besuchs darf spekuliert werden.

In der Fabel "Der Fuchs und die Trauben" meint der Fuchs über die Trauben, die ihm zu hoch hängen und die er deshalb nicht erreichen kann, spöttisch: "Die sind mir noch zu sauer!" Im Grunde ist diese Redewendung die unehrliche Beschreibung einer Niederlage, die man nicht eingestehen will. Der deutsche Dichter Karl Wilhelm Ramler umschrieb diese Situation in einem Gedicht , in dem sich der Fuchs angesichts der Unerreichbarkei der Trauben von diesen abwendet und .....

"verächtlich spricht:

Was soll ich mir viel Mühe geben, die sind ja herb und taugen nicht."

Dieses Gedicht haben wir aktuell um folgende Verse ergänzt:

"Er, dem das Obst zu hoch gehangen, ist noch ein Stück des Wegs gegangen
lief dann direkt in seiner Not, zu dem Weingut Gerhard Roth.
Und wollte von des Herbstes Gaben, sich einmal dort, genüsslich laben.
Doch in dem mächtigen Gemäuer war ihm die Technik nicht geheuer.
Zwischen Keltern und Motoren, drang starker Lärm auf seine Ohren.
Diesen hielt er nicht lang aus und flüchtet aus dem Winzerhaus.
Ob der erneuten Niederlage, - die er erlitt - ganz ohne Frage -
sprach Meister Fuchs, hört zu - wie klug. "Der Wein ist mir nicht süß genug!"

und verschwand wieder in der Gemarkung.

pkl

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