Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen
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Weiteres "Standbein" für den pfälzischen Obstbau?

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" sagt der Volksmund zu Recht. Doch im Hinblick auf den Klimawandel lohnt es sich, dem Kakibaum oder der chinesischen Dattelpflaume, japanischen Persimone, bzw. israelischen Sharonfrucht, wie weitere Zuchtformen genannt werden, mehr Beachtung zu schenken. Ursprünglich stammt der Kakibaum aus Japan und China. Dort kann er bis zu 15 m hoch werden. Die gelblich bis weißen Blüten sind nicht auffallend, während die fast apfelgroß, bis zu 400 Gramm schwer werdenden gelb bis orangefarbenen Beerenfrüchte bei Vollreife sehr saftig und süß sind. Die tanninhaltigen Früchte sind im Geschmack herber als die tanninarmen, die meist gezüchtet werden. Bemerkenswert ist, dass die Früchte erst reif werden, wenn die Blätter im Herbst abgefallen sind. Kakibäume lieben mildes Klima und einen geschützten Standort. Sie mögen warme Sommer und nicht zu früh einsetzenden Frost, obwohl sie bis zu minus 15° C vertragen. Schädlinge sind bisher an Kakibäumen nicht bekannt geworden. Veredelte, sortenechte Bäume bringen bereits im 3. Jahr einen Ertrag. Warum sollten sie also im Weinbauklima der Pfalz nicht gedeihen? Gewerbsmäßig wurden sie bisher hier noch nicht angepflanzt, bei Hobbygärtnern sieht man sie gelegentlich. Unser Bild zeigt einen dreijährigen Kakibaum in Göcklingen, der reichlich Früchte trägt.

pkl

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