Göcklingen

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Wir leben in einer "anderen Welt"

Seit der Corona-Krise sind die Menschen verändert. Außer am Telefon hat man keinen Kontakt mehr zu seinen Lieben und zu seinen Freunden. Die alten oder behinderte Menschen kommen sich "lebendig begraben" vor. Die jüngeren träumen von Urlaub auf "Malle", feiern dort ausgelassen ohne hygienische oder sonstige Schutzmaßnahmen und denken nicht an eine Ansteckungsgefahr. Sie betrachten das Zuhause als Gefängnis, obwohl man es sich bei Wanderungen in der schönen Natur bequem und gemütlichen machen kann. Es ist schon seltsam, dass man, wenn man ein paar Tage in der eigenen Wohnung verbringen und einen Mundschutz tragen soll, dies als Freiheitsberaubung betrachtet. Ich erinnere mich an Zeiten, da war man froh, ein Dach überm Kopf und eine funktionierende Atemschutzmaske parat zu haben. Im Alltag fehlt heute der Jugend jeder menschliche Kontakt. Computer und Handy sind ständige Begleiter und ersetzen größtenteils das Gespräch. Die Krise ist noch lange nicht überstanden. Im Gegenteil; sie breitet sich insbesondere in den armen Ländern - wo die Not am größten ist - noch weiter aus. Dort sterben noch noch viel zu viel Menschen, weil der Gesundheitsstandard zu niedrig ist oder sie verhungern sogar, während in den Wohlstandländern Sportler für Millionen - wie Vieh - gehandelt und/oder meistbietend "verkauft" werden. Das steht in keinem Verhältnis zueinander. Ich glaube nicht, dass wir nach der Krise zu einem normalen Tagesverlauf zurück finden.

Die Kirchenaustritte sind ein Zeichen dafür, dass es den Menschen "zu gut geht" und sie keinen Gott mehr brauchen. Sie verbuchen die Erfolge ausschließlich auf ihre eigene Leistungen. Andererseits nehmen sie gerne die christlichen Feiertage als bezahlte Arbeitstage und zusätzliche Freizeit mit und betrachten sie als selbstverständlich. Wenn sie mit der Kirche nichts mehr zu tun haben wollen, müssten sie konsequenterweise z. B an Weihnachten und an den anderen kirchlichen Feiertagen (Oster-Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Allerheiligen) zur Arbeit gehen.

In diesem Zusammenhang bewegt mich ein persönliches Anliegen. Seit ein paar Jahren bin ich bemüht, in meinem Waldgrundstück unweit des Pfalzklinikums eine Mariengnadenstätte (Mariengrotte) zu errichten. Der Antrag wurde schon mehrfach abgelehnt, obwohl dadurch niemand gestört wird und eine solche Stätte gerade den Patienten eine große seelische Hilfe geben würde. Mein Widerspruch seit der letzten Ablehnung läuft seit September vergangenen Jahres und ist noch nicht bearbeitet. Es ist traurig, dass man auf einen Bescheid fast ein Jahr oder möglicherweise noch länger warten muss. Offensichtlich will man bei der Behörde mein Ableben abwarten, um keine Entscheidung treffen zu müssen.

Zu den friedlichen Demonstrationen möchte ich bemerken, dass immer wieder die gleichen Typen ausrasten und nur auf Krawalle aus sind und noch Geschäfte plündern und die Einrichtung zerstören. Das hat mit berechtigten Demonstrationen überhaupt nichts zu tun. Es werden vorsätzlich Straftaten begangen. Viele andere Teilnehmer lassen sich von dem unrechtmäßigen Verhalten "anstecken". Die Polizei, die mit Demonstrationen nichts zu tun hat und nur für Ordnung sorgt, wird mit Steinen beworfen. Die Leute tun ja nur ihren Dienst und sind ja nur Freund und Helfer. Da muss ein Umdenken - auch schon bei der Erziehung zu Hause - erfolgen.

Zu den Rüstungsexporten und Aufträgen möchte ich erwähnen, dass alle Waffen letztendlich zum Töten von Menschen und Kriegsverbrechen hergestellt werden. Ist nicht Deutschland ein "gebranntes Kind" auf diesem Gebiet? Meines Erachtens dürften von Deutschland aus keine Waffen mehr produziert und verkauft werden. Das Geld könnte für sinnvollere Zwecke wie Klimaschutz oder Welthungerhilfe besser angelegt werden.

Schön, dass sich die Europäische Gemeinschaft zusammen gerauft hat, um die Folgen der Corona-Pandemie finanziell zu bekämpfen. Leider habe ich noch nicht erfahren, wer die gigantische Summe von 1,8 Billionen irgend wann zurück zahlt. Was passiert, wenn eine oder mehrere "Corona-Wellen" nochmals auf die Menschheit zukommen?

Es ist 5 Minuten vor 12 Uhr. Schleichend aber stetig gehen wir dem Ende entgegen.

Edwin Schäfer

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