Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen
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Nachhaltigkeit zeigt ihre Wirkung

Als vor etwa 15 Jahre das Dienstleistungszentrum "ländlicher Raum" früher Kulturamt Neustadt, ein Flurbereinigungsverfahren für einen Gewässerrandstreifen entlang des Kaiserbachs westlich von Göcklingen anregte, war man doch etwas skeptisch, zumal Ende der 60-er Jahre des letzten Jahrhunderts dort ein Flurbereinigungsverfahren durchgeführt wurde. Da sich zwischenzeitlich kaum Geländeänderungen ergeben hatten, betrachtete man ein Verfahren als überflüssig. Auch wenn eines der ursprünglichen Ziele, nämlich die Schaffung einer Wasserrückhaltung bei Überschwemmungen an Aktualität verloren hat, ist der bewachsene Randstreifen in seiner Nachhaltigkeit umso höher zu bewerten. Ein Streifen von knapp 10 Meter Breite wurde entlang des Kaiserbachs ausgewiesen. Neben den üblichen Gräsern hat sich inzwischen eine bunte Mischung von Kräutern, Blumen und sonstigen Pflanzen angesiedelt, die man in dieser Vielfalt in der Kulturlandschaft kaum noch findet. Wilde Karte, Geranium, Ampfer, Wiesenknopf, Blutweiderich, Mädesüß, Johanniskraut, Rainfarn ist Teil einer Aufzählung. Natürlich wachsen auch indisches Springkraut, kanadische Goldrute, japanischer Knöterich und vor allem Erlensämlinge, die auf Dauer zur Verbuschung des Geländes führen würden. Deshalb wird nach dem Pflegekonzept jährlich die Fläche im Spätjahr abgemulcht, um sie dauerhaften niedrig und frei zu halten. Als nützlicher Nebeneffekt ist zu beobachten, dass viele Insekten ihren Nahrungsbedarf decken. Schließlich bleibt für die zahlreichen Wanderer die schöne Natur, an der sie sich erfreuen können.

pkl

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