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Die Kaiserberghalle - Seit 40 Jahren Ort der Begegnung -

Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren war in der "Rheinpfalz" zu lesen: "Gemeinde stolz auf gelungenes Werk" und "Eine Stätte der Begegnung". Gemeint war damit die Kaiserberghalle, die am 14. September 1980 offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde. "Was lange währt, wird endlich gut", kann man das Sprichwort sinngemäß auf die Bauzeit der Halle übertragen; denn bereits 1972 wurde die erste Betonmischung an dem späteren Bauwerk verarbeitet und 1976 konnte im Rohbau der Halle ein Weinfest gefeiert werden. Geplant vom Architekturbüro Ditz in Landau ist sie ihrer Form nach eine so genannte Mehrzweckhalle, die für sportliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Der Wunsch nach einer solchen Mehrzweckhalle wurde schon bald nach dem Krieg geäußert, zumal Räumlichkeiten dieser Art im Ort nicht zur Verfügung standen und für Versammlungen oder sonstige Veranstaltungen mit öffentlichem Charakter private Räume in Anspruch genommen werden mussten. Durch entsprechende Freizeitangebote wollte man dem damaligen Trend entgegenwirken, dass Wohnungen nur noch als "Schlafstätten" genutzt werden. Erst nach der Flurbereinigung 1968 ergab sich die Möglichkeit in Nähe des neuen Sportplatzes der Realisierung des Vorhabens näher zu treten. Teile der ehemalige Höckerlinie boten sich geradezu an, da sie anderweitig nicht genutzt werden konnten und gleichzeitig als Fundament der Halle dienten. Entsprechende Parkgelegenheiten waren und sind sogar nach heutiger Erkenntnis ausreichend vorhanden. Größte Sparsamkeit und einfachste Bauweise waren notwendig, um das Ziel zu erreichen. Der damalige Bürgermeister Otto Brauner und viele freiwillige Helfer, insbesondere Vereinsmitglieder, legten selbst Hand an bei der Verrohrung des Krottenbachs, der teilweise unter der Halle zwischen der Höckerlinie sein Bett hatte. Zuwendungen des Landes, des Landkreises, freiwillige Arbeitsleistungen und erhebliche Spenden von örtlichen Vereinen und Privatpersonen ermöglichten die Finanzierung der 800 000.-- DM teuren Halle. Voller Stolz konnte bei der Einweihung Otto Brauner verkünden, dass lediglich 10 % der Baukosten durch Fremdmittel gedeckt werden mussten.

Nach 40 Jahren kennt die Hälfte aller Bürger keine andere Situation mehr wie die jetzige. Das gesamt sportliche und kulturelle Leben spielt sich in und an der Halle ab. Sportarten wie Badminton, Tischtennis, Fußball, Gymnastik, Boule werden gepflegt, der Gesangverein und die Musikkapelle haben Proberäumlichkeiten und der Jugendtreff hat seine Heimat in weiteren angebauten Funktionsgebäuden, die zwischenzeitlich errichtet wurden, gefunden. Auch der Sportverein profitierte von den zusätzlichen Erweiterungen, entstanden doch direkt neben den Sportplätzen Sozialräume für den Spielbetrieb und eine Vereinsgaststätte. Viele historische Veranstaltungen oder überregionale Seminare und Lehrveranstaltungen, einschließlich politische Parteitage aller demokratischen Parteien werden in der Halle durchgeführt. Private Feiern und traurige Anlässe sah das Gemäuer ebenfalls bisher. Bei Gesprächen über den Komplex schwingt hintergründig oft eine gewisse Hochachtung mit.

Die bei der Einweihung gehegte Hoffnung des damaligen Landrats Gerhard Schwetje, dass die Kaiserberghalle ein Haus der Begegnung und der Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg werden möge und dem kulturellen und sportlichen Leben der Gemeinde neue Impulse verleiht, hat sich erfüllt. Dass dieser Zustand mindestens weitere 40 Jahre bestehen bleiben möge, ist auch der Wunsch der jetzigen Bürgermeisterin Manuela Laub und der ganzen Gemeinde.

pkl

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