Göcklingen

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Bischof Emmanuel Badejo in Göcklingen

Am 8. Oktober 2009 besuchte Bischof Emmanuel Badejo Göcklingen. Nach der Messe folgte ein Vortrag über Nigeria und der Arbeit der Katholischen Kirche und islamischen Geistlichen in Nigeria.

Zahlreiche Besucher waren anwesend und auch Herr Damerow, der protestantische Pfarrer, besuchte diese Veranstaltung. Der Vortrag von Bischof Emmanuel Badejo wurde von Kaplan Clifford Modum und Frau Hanna Irene Heimkes, die Bischof Badejo bei seinem Aufenthalt in Deutschland zur Seite steht, übersetzt.

Nigeria ist, im Bezug auf den Anzahl an Einwohner, das größte Land Afrikas. 144 Millionen Menschen leben in Nigeria, etwa 50% sind Muslime, 40% Christen und die übrigen 10% sind vorwiegend Anhänger von Afrikanische Religionen. 25% der Christen bekennen sich zur katholischen Kirche.

Das Verbreitungsgebiet des Islams ist vorwiegend im Norden, im südlichen Teil sind vorwiegend Christen beheimatet, in manchen Gebieten ist die Population aber gemischt.

Die Nigerianische Population, mit etwa 300 unterschiedlichen Völkern, ist damit eine sehr heterogene Gesellschaft die erst 1999, nach Ende der militär Diktatur, eine Demokratie wurde.

Nigeria, ein führender Erd-Öl Produzent, zählt aber zugleich zu den 20 ärmsten Länder der Welt.

Unter diesen Bedingungen ist es nicht erstaunlich, dass es immer wieder zu Konflikten kommt. Seit 1999 sind mehr als 10000 Menschen dadurch gestorben.

Ursache sind eigentlich nicht Religiöse Konflikte, aber vielmehr politische und wirtschaftliche Interessen, bei der die Religiöse Zugehörigkeit oft missbraucht wird und in der Europäischen Presse als Religionsbedingte Konflikte präsentiert werden.

Die Geistlichen der verschiedenen religiösen Gruppen arbeiten eng zusammen, um eine friedliche und gerechte Gesellschaft aufzubauen, eine Gesellschaft in der man sich gegenseitig respektiert und gemeinsame Projekte durchführt.

Solche Projekte haben zum Ziel, Spannungen abzubauen, den Menschen eine bessere Bildung zu vermitteln, das Thema Gesundheit zu fördern.

Neben dieser wichtigen Tätigkeit, wurde auch die Katholiche Kirche in Nigeria beleuchtet.

Neben Prunkbauten die ihresgleichen in Europa suchen, sind auch viele Kirchen von einfacher Gestalt (einigen Pfählen und ein aus Blätter bestehendes Dach).

Nigerianer zählen zu den religiösesten Menschen, so ist es nicht verwunderlich, dass die Gottesdienste mindestens 3 Stunden dauern. Die Messe ist ein sehr frohes Ereignis bei dem die Gläubigen sich hingeben. Tänze und Gesänge sind ein Dank und die Weitergabe der Geschenke von Gott. Zugleich ist auch das Amt die Möglichkeit Verwandte, Nachbarn und Freunde, der man unter der Woche nicht begegnet, wieder zu treffen. Der Austausch von Nachrichten bereichert auch die Messe.

Dieser Abend war sicherlich für die Zuhörer ein recht lehrreicher und interesanter Moment.

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